Das Projekt experimentierfeld museologie erprobt neue Ansätze zur Präsentation der Kunst- und Kulturgeschichten des Nahen und Mittleren Ostens in Museen. Vor dem theoretischen Hintergrund der neuen Museologien, insbesondere den Theorien zur sozialen Inklusion, beschäftigen wir uns mit der physischen, sozialen und intellektuellen Zugänglichkeit von Museen und Fragen der Repräsentation, Ausstellungsentwicklung und Vermittlung.

Unser Anliegen ist es, eine kritische Museumswissenschaft mit kritischer Besucherforschung und Ausstellungsevaluation so zu verbinden, dass anregende, und zeitgemäße Ausstellungen entstehen, die Klischees aufbrechen und zur Diskussion anregen.

Hierfür haben wir zunächst mehr als 39 Museen in neun Ländern besucht und ihre Ausstellungsinhalte, Vermittlungsstrategien und die Rolle des Publikums und der Nicht-BesucherInnen bei der Ausstellungsentwicklung untersucht.

Anregungen für unsere eigenen Experimente erhalten wir vom Museumsdiwan – einer bunt gemischten Gruppe von Berlinerinnen und Berlinern, darunter Experten und Laien, Junge und Alte, mit und ohne persönliche Bezüge in die Regionen des Nahen und Mittleren Ostens. Im Dialog mit ihnen reflektieren wir über die Objekte im Museum und unsere Konzepte.

Ein zentrales Ergebnis unser Arbeit spiegelt sich in dem von uns entwickelten Konzept des inreach wieder. Wir denken, dass die zahlreichen Outreach-Programme von Museen langfristig erfolglos bleiben, wenn das Museum als Institution sich nicht grundlegend öffnet. 

Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung mit 640.000 Euro gefördert. Die Laufzeit ist von November 2009 bis April 2014; es ist an der Technischen Universität Berlin im Fachbereich Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik bei Prof. Dr. Bénédicte Savoy angesiedelt.