Experimentierfeld Museum? Wozu?

Don’t panic – I’m Islamic!” Diese Worte zieren den T-Shirt-Aufdruck junger deutscher Muslime und Musliminnen, um auf die zahlreichen Vorurteile aufmerksam zu machen, die ihnen entgegenschlagen. Etwa, wenn sie schnell mal pauschal islamischen Terrornetzwerken nahe stehend eingeordnet werden. Höchste Zeit also, sich differenzierter mit muslimischer Kultur und ihrer Darstellung zu beschäftigen.

Mit der Repräsentation muslimischer Traditionen in Museen, einem wichtigen Ort gesellschaftlicher Selbstvergewisserung, beschäftigt sich das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Experimentierfeld Museologie“ von Susan Kamel und Christine Gerbich.  Die beiden Wissenschaftlerinnen gehen davon aus, dass in Zeiten, in denen anti-muslimische Rassismen allgegenwärtig sind, Ausstellungen einen wichtigen Beitrag leisten können, hier gegenzusteuern: als Orte der Aufklärung, um zum Nachdenken anzuregen, Klischees aufzubrechen – und letztlich auch, um tradierte Betrachtungsweisen über den ‚Islam’ und ‚den Muslimen’ in Frage zu stellen und herauszufordern.



Fotos und Videostandbilder: Alvarez, Kamel, Jansen, Mahood, Mahdi